Ein Brief über die Reinheit des Kodex, wenn das Herz den „Einzigen“ zu spät trifft
Warum man die Liebe nicht durch Verrat entweihen darf und warum das Schicksal wartet, bis beide frei sind

AUDIO MIRRORIjwi wa mufyashi
Ijwi wa mufyashi uilungikwa — kabiji mutwe ukumvwika
Es gibt nichts Schmerzhafteres als den Moment, in dem du in einer unbewussten, an einem seidenen Faden hängenden Ehe lebst, mit letzter Kraft erträgst – und plötzlich erscheint ein Mensch auf deinem Weg, und du begreifst mit ganzer Seele: er ist der Einzige. Dies ist eine Prüfung, in der die ganze Tiefe menschlicher Ehre auf die Probe gestellt wird.
Jemand gibt in dieser Sekunde der Schwäche nach, greift zu Täuschung und Verrat und entweiht sowohl sein gegenwärtiges Heim als auch das neue, helle Gefühl. Das Ergebnis eines solchen Schrittes ist stets furchtbar: Menschen, die einst ein Bett teilten, zerbrechen einander die Herzen und verwandeln sich in erbarmungslose Feinde, bereit, einander zu zerreißen, und zwischen ihnen leiden die Kinder.
Mä et gëtt en anere Wee — de Wee vum banneschten moraleschen Kodex, wou s du einfach net kanns et dir erlaben, duerch d'Ligen an eng nei Bezéiung ze trieden, egal wéi staark d'Häerz och schmerzt. Du wiels d'Reinheet a trëtts zréck. An dann trennt d'Liewen iech erëm op verschidde Ufer — bis déi Zäit, wou dir allebéid gewuess sidd a wierklech fräi ginn sidd. Heiansdo no esou engem Schmerz verschléisst sech de Mënsch esou déif an sech selwer, datt hien Angscht huet, et nach eng Kéier ze probéieren. An heiansdo bréngt d'Schicksal, nodeems et op d'Stonn vun der Reinheet a Fräiheet gewaart huet, zwou gewuessene Séilen erëm zesummen — elo ouni Schied an ouni Hindernisser.
World Creator
VIA AD ME
«Open the gates of the Nine Worlds and the sovereign architecture of VIA AD ME»